Unsere nächsten Veranstaltungen

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Death Café #11
Happy new year – ein Wunsch oder eine Zumutung?

Trauernde könnte diese Botschaft verstören – und den Sprechenden im Hals stecken bleiben. Was ist ihnen da nur wieder rausgerutscht? Sie wollten nur nett sein, aber was sagt man stattdessen bei der ersten Begegnung im neuen Jahr?

Rituelle Botschaften sind der Kitt der Kommunikation, durch sie fühlen wir uns einer Gemeinschaft zugehörig und persönlich angesprochen, obwohl unsere individuelle Situation selten mitgedacht wird. Und so passiert es, dass wir einem Menschen im Rollstuhl „Hals- und Beinbruch!“ wünschen – und einem Trauernden „happy new year!“. Erst an der Reaktion unseres Gegenübers merken wir, wie ungeschickt das war. Wir wollten das Gegenteil – und doch passiert es uns immer wieder.

Wie sind Ihre Erfahrungen zu diesen alltäglichen Stolperfallen? Gibt es eine Haltung, die uns hilft, statt Floskeln Verständnis und Mitgefühl zu zeigen?

Dazu möchten wir uns beim 11. Death Café Hamburg austauschen, dieses Mal an einem Mittwoch, dem 6. Februar 2019, von 19 bis 21 Uhr in der cantina fux und ganz in der Bodenstedtstraße 16, 22765 Hamburg (ehemalige Viktoriakaserne) in Hamburg-Altona. Wir freuen uns sehr, diesmal dort zu Gast zu sein.

Wir – das sind Ina Hattebier und Ute Arndt. Der Jahreswechsel hat für uns personelle Veränderungen mit sich gebracht: Melanie Torney und Carsten Seidel, die das Netzwerk Trauerkultur mit aus der Taufe gehoben haben, sind zum Jahresende aus dem Team des NTK ausgeschieden. Sie widmen sich von nun an anderen Aufgaben.

Wir zwei laden weiter ein im bekannten Sinne: auf dass das Trauern und der bewusste Umgang mit Sterben, Tod und Verlust das Leben lebenswert machen und einen selbstverständlichen Platz in der Gesellschaft bekommen.

Hier noch einige Hinweise, besonders für neue Gäste: Die Teilnahme am Death Café kostenlos; Speisen und Getränke à la carte. Ein Death Café ist eine offene Gesprächsrunde über Sterben, Tod und Trauer; es bietet keine Trauerbegleitung und ist keine Selbsthilfegruppe.

Die Veranstaltung im Überblick:

Death Café des Netzwerks Trauerkultur
Achtung! Diesmal an einem Mittwoch,
6. Februar 2019, 19 bis 21 Uhr
cantina fux und ganz
Bodenstedtstraße 16, 22765 Hamburg (ehemalige Viktoriakaserne)
Eintritt frei, Speisen und Getränke à la carte

Unsere vergangenen Veranstaltungen

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Death Café #10
Angst vor dem Tod?

Auf gar keinen Fall, sagen sich die Mexikaner: In ihrem Volksglauben kehren zu Allerseelen die Seelen der Verstorbenen für einige Tage zu ihren Familien zurück.

Die Mexikaner haben ein besonderes Verhältnis zum Tod. Anstatt mit Angst begegnet man dem Tod mit Humor und Ironie. Skelettfiguren und die symbolisch für den Totenfest stehende La Catrina stimmen auf den Día de los Muertos ein – ein buntes und sinnliches Fest, an dem die Familie und die Seelen der verstorbenen Angehörigen zusammenkommen. Bereits Mitte Oktober beginnen die Vorbereitungen zum Tag der Toten. Zentrales Thema in dieser Zeit: die Erinnerung an die Verstorbenen, ihre Eigenschaften und Vorlieben. Lieblingsspeisen und traditionelles Totenbrot werden zubereitet, Fotos herausgesucht und Erinnerungen ausgetauscht. Schmerz und Trauer werden mit anderen geteilt und gemeinsam durchlebt. Dabei helfen Traditionen und Rituale, die dem Día de los Muertos den feierlichen Rahmen geben. In den Wohnungen und auf den Straßen werden ofrendas errichtet – mit Blumen, Speisen und Erinnerungsstücken geschmückte Altäre, die den Mittelpunkt der Feiern bilden. Gelbe Blumen, knallige Farben und die Gerüche ihrer Lieblingsspeisen weisen den Verstorbenen den Weg zu den Lebenden, sodass die Toten nochmals irdische Freuden erleben können.

In Hamburg lädt das Museum am Rothenbaum MARKK zum Mexikanischen Totenfest ein. Wir freuen uns, mit unserem 10. Death Café dort zu Gast zu sein: Sonntag, 4. November 2018 von 10 bis 12 Uhr im Thomas-Müller-Saal des MARKK, Rothenbaumchaussee 64, 20148 Hamburg. Bei Kaffee, Tee, Croissants und süßem Totenbrot möchten wir uns mit Ihnen austauschen, wie Sie es mit der Angst vor dem Tod halten und wie Sie Ihren Verstorbenen gedenken.

Sonntag, 4. November 2018, von 10 bis 12 Uhr
Thomas-Müller-Saal im Museum am Rothenbaum MARKK, Rothenbaumchaussee 64, 20148 Hamburg

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Hamburger Hospizwoche 2018
Recht auf Trauer – mittellos sterben

Das Thema „Einsam und mittellos sterben“ beschäftigt das Netzwerk Trauerkultur schon eine ganze Weile. Und das nicht ohne Grund: Durch die voranschreitende Vereinsamung in unserer Gesellschaft, die auch durch Altersarmut, prekäre Beschäftigung oder Wohnungslosigkeit genährt wird, sind heutzutage immer mehr Menschen davon betroffen.

Wer im Leben isoliert und benachteiligt war, ist das auch nach seinem Tod? Werden An- und Zugehörige über ordnungsbehördliche Beerdigungen informiert oder erfahren sie erstmal nichts vom Tod eines Verwandten? Gibt es Unterschiede auf kommunaler oder Landesebene? Wir wollen den Diskurs in der Öffentlichkeit weiterbewegen und laden zu einer Lesung mit anschließendem Podiumsgespräch ein. Inspiriert dazu hat uns die Autor*in und Kulturanthropolog*in Francis Seeck mit dem Buch „Recht auf Trauer – Bestattungen aus machtkritischer Perspektive“, in dem es um den Zusammenhang zwischen Machtverhältnissen, Ausgrenzungen und Beerdigungspraktiken geht. Ausschlaggebend dafür war die persönliche Erfahrung mit der ordnungsbehördlichen Bestattung des Vaters in Berlin.

Auf dem Podium diskutieren Francis Seeck, Stephan Karrenbauer (Hinz&Kunzt) und Annegret Rumöller (memento mori Bestatterinnen) mit allen, die sich am Gespräch beteiligen wollen. Der Sozialarbeiter des Hamburger Straßenmagazins ist schon seit vielen Jahren involviert und hat beispielsweise den Gedenkbaum für verstorbene Hinz&Künztler*innen auf dem Öjendorfer Friedhof initiiert. Die Bestatterin Annegret Rumöller, die uns in ihre Räume am Osterbekkanal einlädt, macht keinen Unterschied in Sachen Sorgfalt und Zeitintensität während ihrer Begleitung – trotz der kleinen Vergütung für Bestattungen von Amts wegen. Sie sieht es als Dienst am Menschen. Ganz in diesem Sinne möchten wir den Dialog aufnehmen und sagen: „Rest in protest“!

Eine Ausstellung bietet Interessierten weitere Infos zum Thema.

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 19 bis 22 Uhr
Ausklang – Begegnung am Fleet,
Hans-Henny-Jahnn-Weg 67a (Hinterhof), 22085 Hamburg

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Death Café Hamburg #9
Hinterm Horizont geht’s weiter – Ideen vom Jenseits

Was erwartet uns nach dem Bezahlen des Fährmanns und dem Übersetzen auf die andere Seite? Etwas Individuelles? Wird es da schön sein? Alle Religionen möchten uns die Angst nehmen vor dem Sterben, dem Danach und vor dem Nicht-Wissen. Vor der Ungewissheit, wie es einem als Toter geht und was uns danach blüht. Wir wissen nur: Der Geist trennt sich vom Körper, geht seinen eigenen Weg und pfeift sich eins – wie ein Kollege es formulierte.

Wir sind gespannt auf Ihre Visionen, Tröstungen und Gedankenbilder und freuen uns darüber hinaus genauso auf Ihre Erzählungen aus dem Diesseits.

Donnerstag, 13. September 2018, 19 bis 21 Uhr
Café Koppheister, Königstraße 55, 22765 Hamburg

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Death Café Hamburg #8
Rest in peace – sorgenvoll vorsorgen oder sorglos glücklich?

Des Menschen (letzter) Wille ist sein Himmelreich? Aber was soll ich machen, wenn ich den letzten Willen meiner schwerkranken Oma nicht kenne und sie über den eigenen Tod nie sprechen wollte? Ich erinnere mich, dass sie ihre Beerdigung schon bezahlt hat, sie will uns nicht zur Last fallen. Mein Vater wedelt ständig mit seiner Patientenverfügung. Und meine Cousine hat ein seitenlanges Testament verfasst, samt minutiösem Ablauf der eigenen Trauerfeier. Eine Sorge weniger, meint sie. Aber mit mir darüber geredet hat keiner.

Wir möchten mit Ihnen darüber reden, bei unserem 8. Death Café am 14. Juni 2018, von 19 bis 21 Uhr, dieses Mal zu Gast bei Elisa – Konditorei und Café Hamburg-Eilbek.

Müssen wir uns absichern, alles regeln, bis ins Kleinste Vorsorge betreiben? Oder finden Sie das Gerede über letzte Dinge das Letzte? Dürfen wir unbekümmert die Tage genießen? Mit der Konsequenz, auf dem Sterbebett noch Finanzen regeln zu müssen – oder gar der Familie alle Entscheidungen zu überlassen (à la: nach mir die Sintflut). Das Thema „Sorgen und Vorsorgen“ ist breit gefächert und lädt ein, von eigenen Erlebnissen und Philosophien zu reden, sie miteinander zu teilen. Wir freuen uns darauf.

Donnerstag, 26. April 2018, 18 bis 20 Uhr
Elisa – Konditorei und Café, Conventstraße 21+23, 22089 Hamburg-Eilbek

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Death Café Hamburg #7
Goodies für die Reise – mehr Taschen für das letzte Hemd?

Was halten Sie von dem Sprichwort: „Das letzte Hemd hat keine Taschen“? Nehmen wir es wörtlich, dann hätten wir gar keinen Platz für die Lieblingstasse, das Kuschelkissen, die Rumflasche, den Füller, durch die wir die Verstorbenen auf ihrer letzten Reise gut versorgt wissen. Die tote Schwester möchte schließlich auch im Jenseits ein Gast sein, der zum Essen und Tanzen eingeladen wird und sich deshalb freut, mit Pömps und Schokolade für ihr Ahnensein ausgestattet zu werden. Und all die Talismänner, Handys, Ketten und Abschiedsbriefe – es ist doch beruhigend, auch im Grab ein wenig Ordnung halten zu können. Braucht man nicht dafür die vielen Hemdtaschen – oder doch lieber einen Reiserucksack?

Zum Thema „Grabbeigaben“ laden wir Sie herzlich zu unserem 7. Death Café ein, am 26. April 2018 von 18 bis 20 Uhr zu Gast im Herzstück in der Pestalozzistraße 20 in Hamburg-Barmbek. Und wie es der Name dieses gemütlichen Cafés schon sagt: Hier können Sie wie immer in dieser Runde Themen, die Ihnen am Herzen liegen bewegen und alles Erlebte miteinander teilen. Denn:

Donnerstag, 26. April 2018, 18 bis 20 Uhr
Café Herzstück, Pestalozzistraße 20, 22305 Hamburg

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Wir sind dabei: Besonders Markt am 8. April 2018

Die Mitglieder des Netzwerks Trauerkultur, ina hattebier – andere Urnen und die Edition ANFANG ENDE, freuen sich, wieder als Aussteller beim Hamburger BESONDERS Markt dabei sein zu dürfen.

Im Museum der Arbeit zeigen sie eine Produktauswahl aus ihren Manufakturen: besondere Urnen und Trauerkarten, Erinnerungsbüchlein und Kondolenzmappen.

BESONDERE URNEN
Zuneigung und Wertschätzung
Liebevolles An- und Gedenken mit besonderen Urnen zu ermöglichen, ist das Ziel der Künstlerin ina hattebier – andere Urnen. Mit hochwertigen Papieren aus Nepal und Italien oder eigenen handgeschöpften Bögen, einer besonderen Kaschier-Technik und viel einfühlsamen Einfallsreichtum schafft sie unvergessliche Einzelstücke als letzte Hülle für einen geliebten Menschen. Mehr Informationen unter: www.andere-urnen.de

BESONDERE PAPETERIE
Design für eine moderne Trauerkultur
Dass Familienangehörige, Freunde und Weggefährten geliebte Menschen individuell verabschieden, ihre Anteilnahme so persönlich wie möglich ausdrücken und Erinnerungen auf besondere Weise bewahren können, ist den Gründern der Edition ANFANG ENDE, Carsten Seidel und Melanie Torney, eine Herzensangelegenheit. Auf dem BESONDERS Markt zeigt die Hamburger Manufaktur eine Auswahl ihrer feinen Papeterie: besondere Trauerkarten, Erinnerungsbüchlein und Kondolenzmappen, die Angehörige nach eigenen Wünschen gestalten können. 10-er Kartensets und Einzelstücke der Edition können hier direkt erworben werden. Mehr Informationen unter: www.anfang-ende.de.

BESONDERS 2018
Wann: Sonntag, 8. April 2018, 10–18 Uhr
Wo: Museum der Arbeit Hamburg, Wiesendamm 3, 22305 Hamburg

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Death Café Hamburg #6
Fade away – verschwinden: Sehnsucht oder Urangst?

„She’s leaving home“ heißt es in einem Beatles-Song von einem Mädchen, das sich aufmacht, ihr Elternhaus zu verlassen, um ein neues Leben zu beginnen. Älter werden heißt lernen, Abschied zu nehmen und neue Ziele zu finden. Verlust und Neubeginn – ist das eine nicht überhaupt die Bedingung dafür, dass Neues entsteht?

Sollen wir Abschied nehmen, oder können wir sang- und klanglos verschwinden? Wie groß ist die Sehnsucht, nicht nur im Leben, sondern auch nach dem Tod wiedergefunden und erinnert zu werden? Dafür legen die einen minutiös ihre Abschiedsfeier fest, doch die anderen leben weiterhin in den Tag hinein ohne Plan und Inszenierung. Was müssen wir hinterlassen, um mit gutem Gewissen verschwinden zu können? Sollen wir uns überhaupt darum kümmern?

Auch der Name unserer Gastgeber spielt mit diesem Thema: Wenn Personen koppheister gehen, dann fallen sie „kopfüber“ aus dem Leben; sind plötzlich weg, werden in ein Unglück gestürzt oder sterben. Sie verschwinden und werden vergessen – eine tief sitzende Urangst – oder manchmal eine Sehnsucht? Was meinen Sie?

Donnerstag, 1. Februar 2018, 19 bis 21 Uhr
Café Koppheister, Königstraße 55, 22765 Hamburg

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Death Café Hamburg #5 im Rahmen der Hamburger Hospizwoche
Favourite places to die – wo möchten wir Abschied nehmen?

Ein Death Café lädt Neugierige und Interessierte ein, sich über Sterben, Tod und Trauer auszutauschen und nachzudenken. Sich dafür Zeit und Raum zu nehmen, sich in respektvoller und achtsamer Weise zuzuhören – und so manches Mal auch gemeinsam zu lachen. In angenehmer Atmosphäre, mit Kuchen, Tee und Kaffee, möchten wir Sie dieses Mal fragen: Welches sind gute Orte, an denen Sie sich verabschieden möchten und/oder selbst sterben möchten? Alle Ihre Erfahrungen, Erzählungen und Abschweifungen sind willkommen und wertvoll. Wir freuen uns auf die Gespräche und denken: Über den Tod zu sprechen ist auch eine gute Art, zusammen zu sein. Mit unserem fünften Death Café sind wir zu Gast im neuen ZEIT CAFE / Torrefaktum im Helmut-Schmidt-Haus.

Donnerstag, 19. Oktober 2017, 15.30–17.30 Uhr
ZEIT CAFE / Torrefaktum, Speersort 1, 20095 Hamburg

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Death Café Hamburg #4
Earth, Wind or Fire – braucht Gedenken einen festen Ort?

Mit dem vierten Death Café des Netzwerks Trauerkultur, möchten die Veranstalter/innen Neugierige und Interessierte dazu einladen, miteinander ins Gespräch zu kommen. Im Ausklang – Begegnung am Fleet bieten sie Gelegenheit, sich über den Tod und alles Menschliche auszutauschen. In den schönen Räumen am Osterbekkanal in Winterhude geht es darum, es gemeinsam gut zu haben und zu erzählen, zuzuhören, zu lachen und nachzudenken – in respektvoller, offener und geschützter Atmosphäre.

Donnerstag, 14. September, 19–21 Uhr
Ausklang – Begegnung am Fleet, Hans-Henny-Jahnn-Weg 67a (Hinterhof), 22085 Hamburg

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puzzlink_evidenz #20
Friedhof der Ideen – ein Trauerspiel

Beerdigungen sind eine ernste Sache, aber kann man auch Demokratie, Meinungsfreiheit, Kunst, Unabhängigkeit oder gar die eigenen Ideen zu Grabe tragen? Die einen sagen so, die anderen so. Sind dann alle eingeladen oder nur gleichgläubige Leichtgläubige? Einfallswinkel = Ausfallswinkel, spielt der Blickwinkel auf die Dinge eine Rolle? Wer kennt sich noch aus im Dschungel aus echten, richtigen, falschen, gespielten und gefakten Bestattungen? Täuschend echt oder echte Täuschung? Begeben wir uns auf einen Rundgang über den Friedhof der Ideen, um bei Bedarf den Verstand zu beerdigen.

Donnerstag, 3. August, ab 20 Uhr
Galerie m6, Marktstr. 6, 20357 Hamburg

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Death Café Hamburg #3
Time to die – welche Rolle spielt Zeit beim Abschied?

„Eines Tages wachst du auf und bist nicht mehr am Leben.“ Zum Sterben wünschen sich die wenigsten Menschen ausreichend Zeit. Laut Umfragen möchten über 80 Prozent der Menschen in Deutschland schnell und plötzlich vom Tod überrascht werden. Aber ist das wirklich so erstrebenswert? In ihrem dritten Death Café am Donnerstag, den 11. Mai 2017, geben die Veranstaltenden vom Netzwerk Trauerkultur von 19 bis 21 Uhr der Frage Raum, welche Rolle Zeit beim Abschied spielt. Dazu laden sie Interessierte ins Café Sein im Haus 3 ein.

Time to say goodbye?
Zeit ist auch am Ende des Lebens von Bedeutung. Manchmal brauchen Sterbende viele Tage, um sich auf den Weg zu machen, Familie und Freunde wünschen sich in der Regel Zeit für ihren Abschied. Nach dem Tod bleibt Zeit für die Hinterbliebenen ebenfalls ein Thema: Wie lange darf ich trauern? Wie schnell muss ich mit dem Leben weitermachen? Manchmal trauern Menschen mehrere Jahre, um für die geliebten Verstorbenen einen neuen Platz im Herzen zu finden. Hier dem eigenen Zeitgefühl Raum zu geben und auf das eigene Tempo zu vertrauen, erleben viele Trauernde als Herausforderung.

Donnerstag, 11. Mai 2017, 19–21 Uhr
Café Sein. Haus 3, Hospitalstraße 107, 22767 Hamburg

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Death Café Hamburg #2
Streuselkuchen und andere Tröster – mit welchen Ritualen können wir gut Abschied nehmen?

Den Sterbenden segnen, den Verstorbenen aufbahren und ihm die Totenwache halten, zum Leichenschmaus bitten (der in einigen Regionen Deutschlands »Tröster« heißt), ein Trauerjahr einhalten, Schwarz tragen – für den Abschied und die Zeit danach gibt es viele Rituale. Manche von ihnen kennen wir heute gar nicht mehr, einige erleben wir vielleicht als unpassend, fremd, nicht mehr zeitgemäß, andere als tröstlich, stärkend und stimmig. Manche von uns entwickeln auch ganz eigene Rituale. Hierüber oder über Ihre weiteren Erfahrungen und Ideen möchten wir uns unterhalten.

Donnerstag, 16. März 2017, 19–21 Uhr
Café Winklers Platz, Winklers Platz 2, 22767 Hamburg

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Death Café Hamburg #1

„Die Frage nach dem guten Abschluss gilt auch für den größten aller Abschiede – dem Tod. In unserem Death Café im Rahmen der Hamburger Hospizwoche 2016 greifen wir dieses Thema auf: „Was gehört für Sie zu einem guten Abschied?“ lautet der Titel unserer ersten Veranstaltung dieser Art.

Donnerstag, 13. Oktober 2016, 17–19 Uhr
Hamburg Leuchtfeuer Lotsenhaus, Museumstraße 31, 22765 Hamburg

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WANDLUNGEN – Was uns mit Papier verbindet

Unter dem Motto „Wandlungen“ laden wir Neugierige und Interessierte am Samstag, den 28. Mai 2016 zu einem Tag rund um das Thema Papier, Abschied und Erinnern ein. In vielen Kulturen wird Papier zum Botschafter zwischen den Lebenden und den Toten. Beim chinesischen Totenfest Qingming etwa verbrennen Angehörige aus Papier nachgebaute Alltagsdinge von der Peking Ente über Opas Rollstuhl bis hin zum geliebten Oldtimer des Verstorbenen. In Papier- und Schreibworkshops, mit einer kleinen Ausstellung asiatischer Artefakte von nützlichen Dingen fürs Jenseits sowie schöner Objekte aus Papier für Abschied und Erinnerung wollen wir gemeinsam erforschen, welche Wandlungen das Material Papier ermöglicht.

Papierworkshops, Schreibworkshops, Ausstellung, Führungen durch das Haus, Musik
Samstag, 28. Mai 2016, 12 bis 18 Uhr
Ausklang – Begegnung am Fleet, Hans-Henny-Jahn-Weg 67a (Hinterhof), 22085 Hamburg