Das Netzwerk Trauerkultur möchte Mut machen, sich mit den Themen Sterben, Tod und Trauer zu beschäftigen und mit anderen darüber auszutauschen. Wir laden zu Death Cafés, Workshops oder Diskussionsveranstaltungen ein, in denen neben Fachinformation viel Platz ist für Ihre Vorstellungen, Ideen und Erfahrungen. Denn die Expert*innen für Trauern und Leben sind Sie!

2015 wurde das Netzwerk Trauerkultur von Susanne Gerhards, Melanie Torney, Carsten Seidel, Ina Hattebier und Ute Arndt gegründet. Seit Ende 2018 laden Ute Arndt und Ina Hattebier unter diesem Namen ein und freuen sich auf weitere spannende und erfüllende Begegnungen.

Ina Hattebier Ute Arndt

Unsere nächste Veranstaltung:

Illustration Berni Mayer Anleitung zum Traurigsein

Lesung mit Berni Mayer im Rahmen der Altonale
Samstag, dem 1. Juni 2024 ab 20 Uhr in der Alten Druckerei Ottensen.

„Hey, wie geht’s dir?“*

Dieses Mal machen wir unserem Namen alle Ehre und netzwerken, was das Garn hält. Berni Mayer ist Schriftsteller und Autor von „Anleitung zum Traurigsein“, und dieses Buch gefällt uns so gut, dass wir uns für eine Lesung mit ihm begeistern konnten. Wir suchten Organisatorinnen, erinnerten uns an die Altonale und stießen bei Nefeli Kavouras, Leiterin der Literatur-Altonale, auf offene Ohren. Sie lud den Autor  ein und gewann in Bestattungen Rodehorst einen weiteren Unterstützer. Zu guter Letzt haben wir mit der Alten Druckerei Ottensen einen wunderbaren Raum gefunden, alle haben sich auf einen Termin einigen können, und nun findet sie tatsächlich statt, die Lesung mit Berni Mayer im Rahmen der Altonale.

Wir möchten Sie herzlich zur Lesung einladen. Vielleicht mögen Sie im anschließenden Gespräch mit dem Autor auch individuelle Erfahrungen einbringen – oder Fragen stellen zu dem, was Sie schon immer mal wissen wollten. Unser Netzwerk und die Kollegin des Bestattungsinstituts sind anschließend noch zum Erfahrungsaustausch und Erzählen für Sie da.

Wir freuen uns auf die Lesung und die Begegnungen und danken allen, die unsere Idee haben wahrwerden lassen.

*Kapitelüberschrift aus Mayers Buch: „Hey, wie geht’s dir – soziale Revitalisierung“

Die Veranstaltung im Überblick
Lesung Berni Mayer: Anleitung zum Traurigsein
Im Rahmen der Literatur-Altonale
Samstag, den 1. Juni 2024, 20 Uhr
Alte Druckerei Ottensen
Bahrenfelder Straße 73d (Hinterhof), 22765 Hamburg

Für diese Veranstaltung ist ein Ticket erforderlich. Sollte die Veranstaltung nicht ausgebucht oder Tickets nicht bis 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltung eingelöst worden sein, haben Sie die Möglichkeit, diese Tickets an der Abendkasse zu kaufen.

Kartenbestellungen über:
altonale.de/veranstaltungen
t.rausgegangen.de/tickets

Unsere vergangenen Veranstaltungen

Banner Death Café #37

„Ist doch klar, wie Schwachsein und Starksein aussieht“

Wenn Eltern älter und krank werden, übernehmen oft die Kinder die Care-Aufgaben. Doch diese vergessen beim Kümmern und Optimieren manchmal, ihr Bild von den ehemals „starken Eltern“ zu revidieren, die nämlich nicht mehr immer wissen, wo's langgeht. Und obendrein haben diese Gefallen daran gefunden, so zu leben wie die Jüngeren: gefühlvoll, verletzlich, angreifbar.

Eindringlich beschreibt Mely Kiyak in ihrem Roman, den wir unten besprechen, wie sich die Haltung der Tochter wandelt:
"Ich meine, eigentlich ist doch klar, wie Schwachsein und Starksein aussieht. Die Tränen meines Vaters interpretierte ich natürlich als Schwäche. Es kam mir nicht in den Sinn, es anders herum zu sehen: Wer weint und sich nicht darum schert, was man über ihn denkt, ist stark. Wer weint, ist sich seiner Situation bewusst, hat sich ihr gestellt. Ich aber deute Vaters Tränen als Kapitulation. Und Resignation." (S. 153)

Wenn Sie wissen wollen, wodurch die Protagonistin ihre Haltung verändern konnte, lesen Sie den Roman, den wir innig empfehlen, siehe unten.

Und wenn Sie uns erzählen mögen, wie sich Ihre Einstellungen während der Betreuung und Begleitung alternder Eltern verändern (könnten), dann kommen Sie doch zu unserem nächsten Death Café.

Unsere Death Cafés sind eine Einladung, sich spontan und mit immer anderen Menschen zu treffen und sich über den Tod und alles Menschliche auszutauschen – in respektvoller und achtsamer Atmosphäre. Humor und Leidenschaft kommen nicht zu kurz.

Auf unseren Treffen wird in kleineren Gruppen erzählt und jederzeit kann über andere Themen als das vorgeschlagene diskutiert werden. Ein Death Café bietet keine Trauerbegleitung und ist keine Selbsthilfegruppe. Alle Death Cafés gibt’s unter: deathcafe.com

Donnerstag 25. April 2024, 19 bis 21 Uhr,
im [why not] Café, Daimlerstraße 38, 22763 Hamburg

Banner Death Café #36

Stabilität in der Krise

Wir kennen das doch von früher: Immer gibt es jemanden, der den schönen Turm, den wir gerade gebaut haben, wieder umwirft oder durch unsere Sandburg latscht, und die Arbeit von Stunden ist dahin!

Das war ärgerlich, aber wir haben Frustrationstoleranz entwickelt, an Sisyphos gedacht und uns brav weiterentwickelt. Geht das aktuell immer noch? Wenn gerade die Kriege kein Ende finden, Wörter wie „Remigration“ erfunden werden und Freunde fürchten müssen, sich auf Listen wiederzufinden? Nein, das geht zu weit.

Wir fragen uns: Gehört die Zerstörung wirklich zum System dazu? Muss ich mich damit abfinden, dass das Zusammenleben immer gefährlicher, blödsinniger, gewalttätiger und ungerechter wird? Okay, Leben ist Veränderung, aber warum ändert es sich nicht mal zum Besseren? Und was kann ich selbst konkret und aktuell für das Bessere tun?

Mittwoch, dem 21. Februar, von 19 bis 21 Uhr.
online im Zoom-Konferenzraum

Banner Death Café #35

Weihnachten – mit oder ohne Plan B?

Die schönste Zeit des Jahres? Und so schön hyggelig, die Märkte mit Watteschnee und Glühwein, und das besinnliche Keksebacken mit Freunden und Familie! Überkommt Sie Vorfreude oder das verzweifelte Schielen nach Plan B: Dieses Mal mache ich alles nur so, wie es mir gefällt!

Manche Menschen sind besser vorbereitet als unsere Verzweifelten. „Ich brauche für alle Situationen einen Plan B. Wenn im Leben auf nichts wirklich Verlass ist, muss ich aufpassen. Es muss kein Joker sein, aber eine zweite Karte. Sollten alle Stricke reißen, habe ich Plan B fürs Überleben.“*

Weihnachten ist zwar keine lebensbedrohliche Situation, aber es die Zeit, in der Trauernde (und unglückliche Familienmitglieder) mit den Ritualen hadern und sich besonders einsam, überfordert und sehnsüchtig fühlen. Die Wünsche der anderen stehen überdeutlich im Raum, und da ist es nur verständlich, dass sich viele schon Tage im Voraus einen Plan B zurechtbasteln.

*(Zitat einer Kriegsenkelin in Bettina Alberti: Seelische Trümmer. Kösel Verlag München 2019)

Montag 11. Dezember 2023, 19 bis 21 Uhr,
online im Zoom-Konferenzraum

Happy End Messe

Auf ein Sterbenswörtchen …
Eine Einladung zu Gespräch und Austausch auf der Messe im Forum Ohlsdorf.

Wir regten an, über mögliche letzte Worte zu sinnieren, natürlich nur so, rein theoretisch, ganz ohne magisches Denken. Wir forderten ausdrücklich dazu auf, ein Sterbenswörtchen zu sagen.

Aber was ist überhaupt ein Sterbenswörtchen?
Ein „Sterbenswörtchen“ ist die Bezeichnung für die letzten Worte von Sterbenden, die unter Umständen nur noch leise und zaghaft sprechen können. Um sie zu hören, muss man also mit dem Ohr ganz dicht herangehen und lauschen, was möchte der oder die Sterbende noch sagen?

Also fragten wir: „Wenn Sie sich nun in die Rolle der sterbenden Person versetzen: haben Sie eine Idee, was Ihre letzten Worte sein werden?"

Auf der Happy-End-Infomesse Hamburg im Forum Ohlsdorf
am Sonntag, den 5. November 2023 von 11 bis 17 Uhr

Banner Death Café #34

Death Café #34

Trost kann man nicht spenden, Trost kann man nur erfahren …

… zum Beispiel in der Kunst, der Musik, der Natur, mit Freunden und beim Lesen. Also immer dann, wenn sich der Raum um uns ein wenig öffnet und etwas anderes anwesend sein darf. Das Leid bekommt Besuch vom Wind am Meer, von jemandem, der zuhört, oder von Zeilen, die uns berühren.

Wir waren im Kasseler Museum für Sepulkralkultur und haben viel erfahren über dieses scheue Gefühl. Die aktuelle Sonderausstellung gibt sich so tiefschürfend und mithilfe aller Künste dem Thema Trost hin, dass es uns sehr bereichert hat. „Auf den Spuren eines menschlichen Bedürfnisses“ ist noch bis zum 31. Oktober 2023 zu sehen. Bitte unbedingt einen Besuch einplanen!

Sechs Stunden ist das Netzwerk durch Räume und Installationen des Museums gewandert, begeistert sowohl von den Inhalten als auch der Freiheit, sich in (Kunst-)Ausstellungen inspirieren zu lassen, eine kostbare Auszeit vom alltäglichen Müssen und Tun zu nehmen und mit der Welt klingen zu dürfen. Und nun fragen wir Sie:

Wann und wie haben Sie zuletzt Trost erfahren? Kann Literatur Sie trösten, kann Lektüre Sie stärken?

Und wie es die Gründer der Death-Café-Idee vorgesehen haben, konnten wir es uns auch leiblich wieder richtig wohl ergehen lassen in den wunderschönen Räumen, die Nora und Helena vom Kapitel Drei so freundlich eingerichtet haben. Man kann dort auch wunderbar in Büchern stöbern und diese auch erwerben!

Mittwoch, 11. Oktober 2023 von 19 bis 21 Uhr, im Büchercafé Kapitel Drei in Hamburg-Altona


Trenner

Das Netzwerk Trauerkultur zu Gast beim Salon im HADLEY's:
Trauer – das unterschätzte Gefühl

Das HADLEY's lädt montags zu seinem Salon ein. Das Leitthema für die erste Jahreshälfte 2023 lautete: BERÜHRUNG – was hält uns zusammen? Und so wurden wir von Tina Heine eingeladen, zu unseren Themen mit den Gästen zu diskutieren.

Natürlich über Trauer. Das Gefühl, das keiner haben möchte, das sich so schwer erklären lässt und das wir alle dennoch (gut) kennen.

An diesem Abend ging es auch darum, dass wir nicht nur nach dem Verlust eines geliebten Menschen trauern, sondern in vielen Situationen, in denen wir mit Veränderungen, Umbrüchen, Plötzlichem und der Endlichkeit konfrontiert sind. Bei all diesen Herausforderungen nicht unterzugehen, dabei ist die Trauer eine sehr gute Begleiterin. Besonders, wenn wir darüber sprechen dürfen, viel öfter als erlaubt, viel öfter als gedacht. Es macht uns lebendig, hoffnungsfroh und stark. Gemäß der gern zitierten Astrid Lindgren: „Lange saßen sie dort und hatten es schwer. Aber sie hatten es gemeinsam schwer, und das war ein Trost“. Genau: nicht allein zu sein und emphatische ZuhörerInnen können trösten.

Das Gespräch führte Tina Heine.
Montag, 12. Juni 2023, Einlass: ab 18.30 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr.
HADLEY’s, Beim Schlump 84a, 20144 Hamburg

Die Abendsalons finden in Zusammenarbeit mit der Toepfer Stiftung F.V.S. statt.

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Death Café #33
Das Traurige kann schön sein

Zurzeit machen wir nicht nur Kunst (wie im Risographie-Workshop), wir reden auch gern über Sinn und Unsinn von Kunst, zum Beispiel darüber, dass Kunst trösten kann. Ist es wirklich so? Sven Regener ist Musiker und Schriftsteller und spürt diesem Phänomen sozusagen zweigleisig nach. Im SZ-Magazin-Interview mit Sven Michaelsen schwärmt er:

„Zum Tollen der Kunst gehört, dass das Traurige schön sein kann. Du hörst ein trauriges Lied, und es macht dich froh, weil es schön ist, weil es dich tröstet und dein Leben leichter macht. Dieses Wunder gibt es nur in der Kunst. Im richtigen Leben ist das Traurige einfach nur traurig.“

Aber „wenn es beim Romanschreiben traurig wird, muss man eine Balance finden. Ein Mittel dabei ist Humor. Er schafft Distanz und lässt einen zwischendurch mal kurz durchatmen. Wie schon Professor Freud sagte: ,Humor ist Lustgewinn durch ersparten Gefühlsaufwand.‘ Man nimmt sich Urlaub vom Mitleid.“*

Mittwoch 24. Mai 2023 im HADLEY's, Beim Schlump 84a, 20144 Hamburg

*Sven Regener im Interview mit Sven Michaelsen im SZ-Magazin Nr. 13 vom 31. März 2023: „Glanz bekommen die Dinge erst mit etwas Entfernung“, S. 18 bis 23

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Risographie-Workshop
im Riso Print Studio von Petra Saborny

Express and print your memories

Wenn wir trauern, ist es tröstlich, sich zu erinnern und zu erzählen. Dabei öffnen sich oft die Pforten zu weiteren, vergessenen oder verschütteten Ereignissen – und es entfaltet sich ein wenig die Welt von gestern im persönlichen Heute. Dabei memorieren wir ja keine Jahreszahlen, sondern den Lavendelduft im Frankreich-Sommer, Mutters grüne Gartenjacke, das Klaviergeklimper der großen Schwester, Grog und Köm zu Silvester auf Sylt, die Durchhalteparole des Vaters und die Margueriten als Lieblingsblumen der Freundin. Wir erinnern, was uns berührt, geformt, beeinflusst, geprägt hat – so oder so.

Und wenn wir Lust verspüren, uns mit unserem Erinnerungsschatz auf neues Terrain zu begeben, versuchen wir uns in anderen Künsten. Zum Beispiel der Risographie. Der wunderbaren Idee von Petra Saborny folgend, hat das Netzwerk gemeinsam mit ihr zum Risographie-Workshop eingeladen: „Express and print your memories“. In Petras Werkstatt und unter ihrer Anleitung haben wir mit dem Verfahren der Risographie unsere Erinnerungen neu gestaltet – und uns darüber gefreut, dass jedes Blatt ein Unikat ist. Ein kreativer Abend, der spannend, anregend und heilsam war.

Doch was ist Risographie?
Sie ist ein Druckverfahren ähnlich dem Siebdruck. Die Farben basieren auf Soja- oder Reis-Öl und leuchten super schön. Wir drucken zweifarbig auf DIN A3 mit unterschiedlichen Papieren. Aus einer Vorlage (aus Texten, Fotos, Zeichnungen, Schriften) wird eine Masterfolie erstellt und diese auf eine Trommel gespannt, welche mit Farbe gefüllt ist. Durch das Rotieren der Trommel wird die Farbe (die Tinte) quasi auf das Papier geschleudert. Ein Verfahren, das keine Lösungsmittel braucht, sondern nur etwas Zeit danach, damit das Papier mit der Tinte trocknen kann.

Für Wissbegierige
• Petras Instagram-Account: @risographia
• Mehr Informationen zur Technik siehe hier.
• Pressebericht von Petras Kunst-Workshops im Juni 2022 siehe hier.

Freitag, 12. Mai 2023 von 18.30 bis 21.30 Uhr

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Death Café #32
Das Erste und das Letzte

Das Erste ist der Geruch, den Besucherinnen einer Ausstellung von herman de vries aufnehmen. Es riecht intensiv nach Lavendel. Seine Holzbibliothek riecht nicht, denn sie wird vor unserer Lust, das Holz zu spüren, durch Acrylscheiben geschützt. Auch seine Blättertafel und der Blätterregen erzählen hinter Glas*.

Das Erste – und das Letzte? Unsere Gedanken wandern. Auf diesem „Letzten“ liegt oft die Aufmerksamkeit beim Begleiten Sterbender. Bis zuletzt kann ein Mensch hören, sein Lieblingslied, das Klappern der Kaffeebecher, die guten Wünsche, die ihm zugeflüstert werden.

*Frühjahrsausstellung in der Herbert Gerisch-Stiftung in Neumünster bis zum 25. Juni 2023 mit herman de vries, Renate Löding und Rainer Gröschl.

26. April 2023 von 19 bis 21 Uhr.
Online im Zoom-Konferenzraum

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Death Café #31
Sprechen und zuhören. Das ist eigentlich alles

Bei unserer (Mini-)Vorbereitung sinnierten wir über das, was wir mit Ihnen so gern tun. Ist es ein Gespräch, Dialog, eine Diskussion, Debatte, ein Interview oder Lagerfeuer? Oder Palavern, Klönen und Schnacken? Wohl von allem etwas, auf alle Fälle hören wir in unserer großen Sehnsucht nach Geschichten gern zu. Was beides (zuhören und erzählen) nicht so einfach sein soll: Gute Geschichten beständen nicht nur aus Wörtern, sondern aus all dem, was zwischen den Zeilen steht, meint David Bohm, amerikanischer Quantenphysiker und Philosoph.

Und ganz Ohr sein lässt sich üben, nämlich so zuzuhören, dass das Zuhören kein Geschenk an den anderen, keine Gnade und kein Entgegenkommen ist, sondern ein Geschenk an uns selbst, das wir als solches genießen können. Dann kann es uns gut gehen, zusammen mit den anderen. Dann ist Zeit, über das zu sprechen, was uns wesentlich ist, wie die Trauer im Alltag und das Leben mit der Vergänglichkeit.

Zum aktiven Zuhören gehört übrigens auch, sich im Suspendieren zu üben! Was meint: sich in der Schwebe zu halten, um dem eigenen und dem fremden Denken auf die Schliche zu kommen. Das ist die große Chance des Dialogs, so Bohm.

20. Februar 2023 von 19 bis 21 Uhr.
Online im Zoom-Konferenzraum

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Death Café #30
„Man kann doch nicht sein Leben lang nur atmen!“

Atmen 1. Kinder lernen beim Spielen, und als Erwachsene würden wir den spielerischen Umgang mit allem Neuen beibehalten, wenn wir nicht mit Beginn der Schule hätten aufhören müssen zu spielen, um mit dem Lernen anzufangen. Der Freibildungsexperte André Stern beschreibt diese Erfahrung der Beschränkung: „Das ist, als fordere man Sie auf, zu atmen, ohne Luft zu holen! Und stellen Sie sich vor, dass Sie von diesem Moment an und für immer mehr oder weniger versteckt atmen oder sich schuldig fühlen müssen, wenn man Sie dabei erwischen sollte: ,Man kann doch nicht sein Leben lang atmen!‘“*

Atmen 2. Nach der Lektüre dieses empfehlenswerten Erfahrungsschatzes begegnet uns überall das Thema Atmen – eben weil wir so begeistert sind –, und siehe da: Selbst die Hamburger Kunsthalle lädt ein zur Sonderausstellung „Atmen“. Bis zum 15. Januar 2023 betrachtet sie die Luft zum Atmen unter gesellschaftspolitischen Aspekten (Krankheiten, Klimawandel, Pandemien oder körperliche Gewalt); rund 45 Werke aus 18 Ländern werden interdisziplinär zusammengestellt und suchen Positionen zum Prinzip des Atmens.

7. Dezember 2022 von 19 bis 21 Uhr.
Online im Zoom-Konferenzraum

Illustration workshop

Biografische Erinnerungen – Schreibworkshop im Rahmen der Hamburger Hospizwoche

„Es war vielleicht nicht wahr, aber ehrlich“
So charakterisierte Karl Ove Knausgård mal seine autobiografischen Monsterromane. Und lustvoll zu schreiben, möchte die Leserin ergänzen. Es macht einfach Spaß, zu fabulieren, zu formulieren und seine Erinnerungen fortzuschreiben.

Workshop am Mittwoch, den 12. Oktober 2022
Ort: Ausklang. Begegnung am Fleet.
Hans-Henny-Jahnn-Weg 67a, 22085 Hamburg

Wir danken memento mori Bestatterinnen, dass wir in ihre Räume am Fleet einladen durften.

Illustration vorübergehende Zustände

VORÜBERGEHENDE ZUSTÄNDE
Vom eigenen Leben und dem spielerischen Umgang mit Biografien

Biografien beschäftigen uns im Alltag, in der Politik, im Umgang mit der Familie. Selbst in den meisten Berufen spielen sie als Quelle oder Motiv eine Rolle, denn so viel findet in ihnen Raum. Die Wege der Identitätsfindung und -stiftung, die Reflexion von Verlust und Abschieden sowie das Erleben von Trauer werden in erzählten und geschriebenen Lebensberichten bezeugt. Als soziale Wesen möchten wir sie teilen, gewürdigt sehen und/oder vererben.

Verluste und Verwandlungen, Abschiede und Neuanfänge – wie erzählen wir von ihnen? Wie gestalten wir Erinnerungen im Gespräch, im geschriebenen Alltagswort, in der Literatur? Und wie und wodurch verändern sich unsere Erinnerungen und bleiben dennoch wahrhaftig. Eine Collage mit Fundstücken aus Literatur, Dokumentationen, klassischen und neuen Medien, geordnet nach Lebensthemen wie Schmerz und Leid, Sehnsüchte und Bucket-List, glückliche(?) Kindheit, Wohnen und Zuhause, Familie, Chaos und Ordnung, gelungenes Leben (um nur einige zu nennen).

Die Textsammlung möchte die Besucherinnen anregen, sich zu erinnern, sich auszutauschen – und auszuloten, welch kreatives Potenzial auch in der eigenen Biografie steckt (und sich herauslocken lässt.)

Erinnerung belebt, Vergessen erleichtert, Neu-Erzählen macht (neuen) Sinn und heilt. Und so möchten wir Sie einladen, Ihre Biografie, Ihren Schatz vielfältigster Lebenserfahrung mit Fantasie und Offenheit neu zu betrachten, ihn funkeln und wachsen zu lassen.

In einem Schreibworkshop am 15. September 2022 von 18 bis 20 Uhr waren Sie eingeladen, einige Ihrer präsenten Erinnerungen in kleinen Texten festzuhalten.

6. – 18. September 2022
Präsentation im FREIRAUM des Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg,
Steintorplatz, 20099 Hamburg

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Death Café #29
Endlich wieder live – ein Death Café in Ohlsdorf

Beim ersten Live-Death-Café nach Corona folgten wir der Einladung der Künstlerin Xiyu Tomorrow & Friends: Ihre Ausstellung „Ikonografie der Trauer“ in der Kapelle 3 des Ohlsdorfer Friedhofs wurde von einer Lesung, einem Workshop – und unserem Death Café gerahmt.

Xiyus Friends sind unter anderem die Autorin Lubi Barre, die florale Künstlerin Marleen Wrage und der Musiker Felix Stachelhaus. Ihre ganz besonderen Werke werden zusammen mit Xiyus Zeichnungen unter der hohen Kuppel der Kapelle 3 zu erleben sein. Wir sind glücklich, an diesem interdisziplinären und themenreichen Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm teilnehmen zu könnn.

30. Juni 2022 von 19 bis 21 Uhr,
Kapelle 3 auf dem Friedhof Ohlsdorf.

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Death Café #28
Kleine Fluchten oder wegen Überfüllung geschlossen

Die Katastrophen vermehren sich, seit Wochen führt Putin Krieg gegen die Ukraine, Corona nimmt (auch nach der Erkrankung) kein Ende, und die Krisen (Klima, Umweltverschmutzung) werden Alltag, ohne dass wir aussteigen können. Einfach mal raus hier?

„Jeder hat das Recht, sich ein Licht im Dunkel der Zeit anzuzünden“, schreibt Thomas Bärnthaler im SZ-Magazin.* „Ein gesundes Maß an Realitätsflucht heißt nicht, sich selbst zu verlieren, sondern sich selbst im Chaos wiederzufinden.“*

Also Zeit vergeuden mit Brot backen oder Katzenvideos teilen? Die Kindheit wiederentdecken durch Binge-Watching: alle Folgen Harry Potter auf einmal gucken? Manche nehmen unerwartet irgendwelche Fäden auf (Häkeln, Stricken, Sticken) und Marotten an (aufräumen, Regale beschriften, Bücher nach Farben sortieren). Dann fühlen wir uns nicht so ausgeliefert, sondern selbstwirksam. Genauso wie beim Malen, Schreiben oder Töpfern: „Man weicht der Welt nicht sicherer aus als durch die Kunst, und man verknüpft sich nicht sicherer mit ihr als durch die Kunst.“ (Goethe)

Kleine Fluchten und Tagträume hätten emanzipatorisches Potenzial, so der Philosoph Ernst Bloch. Und seien ganz und gar nicht Weltvermeidung, sondern „Selbst-Erweiterung“, nämlich eine Möglichkeit, an sich selbst Neues zu entdecken, meint der norwegische Psychologe Frode Stenseng.

Wir fragen uns, was Sie Neues entdecken – und was Ihnen Flügel verleiht?

*Thomas Bärnthaler: Einfach raus hier. SZ-Magazin 7.1.2022, S. 8–13

23. Mai 2022 von 19 bis 21 Uhr.
Online im Zoom-Konferenzraum

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Death Café #27
Wenn die Eltern alt werden

Am Anfang unseres Lebens werden wir in Kinderkarre, Schultertuch und Carrycot* in die Welt getragen. In der Rushhour unseres Lebens fühlen wir uns verantwortlich dafür, dass die Eltern zufrieden sind: Wir mögen/sollen/dürfen/ wollen in die Rolle der Sorgenden schlüpfen. Und später, mit so richtig vielen Jahren auf dem Buckel, möchten auch wir im Rollstuhl durch den Park gerollert werden.

Wenn wir unsere Eltern pflegen, wollen wir alles mit Freude tun, doch die unausgesprochenen Erwartungen, eigenen Lebensentwürfe und oft nicht leichten Beziehungen erschweren die neue Rollenverteilung. Ganz abgesehen von der hohen Arbeitsverdichtung und ständigen Zeitnot im Alltag. Es gibt weder eine juristische noch eine gesetzliche Pflicht zur Pflege. Gibt es aber eine moralische und ethische? Und welche Lösungen können gefunden werden, damit beide Seiten ihren Lebensentwurf würdevoll, mit Kompromissen, realisieren dürfen?

24. Februar 2022 von 19 bis 21 Uhr.
Online im Zoom-Konferenzraum

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Death Café #26
Weihnachten – Fest der Liebe oder Falle*?

Wer liebt die Weihnachtstage und gestaltet sie sich genauso, wie sie/er es richtig gernhat? Und wer erträgt duldsam die familiengeschichtlich getränkten Tannenbaum-Tage und schafft es nur haarscharf, den Retraumatisierungen zu entkommen?

In diesem Spannungsbogen sind wir – als Anhängerinnen der Trauerkultur – neugierig: Wie viel Ihrer/deiner Trauer darf unter dem Baum ausgepackt werden? Wie viel Trauer dürfen wir spüren und als heil(ig)end erleben? Wie (un)heilig geht es in deinen/Ihren Familien zu?

*Robert Gernhardt: Die Falle. Eine Weihnachtsgeschichte. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2002 – sehr zu empfehlen.

Dienstag, 21. Dezember 2021, 19 bis 21 Uhr.
Online im Zoom-Konferenzraum

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Death Café #25
Nur Mut – seufzen tut gut!

Kennen Sie das Seufzzentrum? Also nicht ein Test- oder Impfzentrum, sondern die geniale Erfindung hinten in Ihrem Hirn? Das unseren Körper dazu animiert, dass wir alle fünf Minuten einmal seufzen und damit so richtig Luft holen. Überlebenswichtig für unsere Lunge.

Das Seufzen ist aber noch viel mehr: eine „bewusste, lebensnotwendige Kulturtechnik“*, die wir öfter anwenden sollten (so David Hugendick in der ZEIT)* – im Glück, in der Zufriedenheit und Entspannung genauso wie im Unglücklich- und Traurigsein.

Wir finden: Seufzen verbindet – und erzählt so viel. Es ist Merkmal eines geheimen Kummers, einer stillen Betrübnis (Wikipedia), einer Wehmut. Es erleichtert die Seele, nimmt ein klitzekleinwenig die Schwere der Sehnsucht, der Trauer, der Einsamkeit. Ja, ein Seufzer ist die Luft, die in uns frei wird, wenn uns jemand fehlt. Und wie wohltuend, wenn andere meinen Seufzer hören und mitfühlen. Seufzen als „Resilienz in diesen nachrichtenirren Zeiten“? (D. Hugendick)

*(„Ach, ach, ach“, Glosse von David Hugendick in der „Zeit online“ vom 1. Januar 2021)

Mittwoch, 13. Oktober 2021, 19 bis 21 Uhr.
Online im Zoom-Konferenzraum
Im Rahmen der Hamburger Hospizwoche 2021

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Death Café #24
Zu Hause sterben? Da fällt der Abschied doch noch schwerer!

„Die meisten (Deutschen) möchten den Weg in die Ewigkeit oder ins Nichts von dort antreten, wo sie gewohnt haben. Aus der Gewohnheit ins letzte Abenteuer, vom Vertrauten ins Fremde starten. Gestärkt von den Erinnerungen aus ihnen heraustreten.“*

Welche Sehnsucht spüren Sie: Am Ende des Lebens nicht ver-rückt zu werden und in vertrauter Umgebung ... ja, was? hinübergetragen zu werden? mit Morphiumspritze für die „Schufterei des Sterbens“ (G. v. A.) gestärkt? den Groschen für den Fährmann bereitlegen?
Sind nicht eher die liebsten Menschen mein wirkliches Zuhause? Dann ist es doch für mich Sterbende egal, wo ich ihnen ein letztes Mal begegne, ob auf der Intensivstation, im Hospiz, im Rettungswagen?
Man löst sich ja sowieso von allem. Außerdem: Woher soll ich heute wissen, was ich morgen brauche?

*(Gabriele von Arnim: Das Leben ist ein vorübergehender Zustand. Rowohlt Hamburg 2011, S. 189)

Donnerstag, 16. September 2021, 19.00 bis 21.00 Uhr
Online im Zoom-Konferenzraum

Bio-Logieren der neue Trend Illustration

Wir haben uns gefreut, einen Abend im Rahmen der Veranstaltungsreihe puzzelink_evidenz.24 [SINN SEHN SUCHT] gestalten zu dürfen:

BIO-Logieren – der neue Trend

Wohnst du schon in deiner Biografie? Oder lebst du noch so vor dich hin?
Fake-Biografien sind en vogue – und kitzeln unser kreatives Potenzial. Also Butter bei die Fische:
Bist du die Heldin oder the Master of Disaster? Bestellst du Salz und Tequila, wenn das Leben dir Zitronen schenkt? Oder bist du ewig unzufrieden, obwohl du alle Herausforderungen gemeistert hast?

Finden wir es gemeinsam heraus: mit kreativen Rückschauen und verwegenen Blicken in die Zukunft. Frei nach Milton Ericksons Motto: Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit!

Die Veranstaltung im Überblick:
BIO-Logieren – der neue Trend
Biografische Werkstatt
25. August 2021, Beginn 19 Uhr
im Rahmen von: puzzelink_evidenz.24 [SINN SEHN SUCHT]
Marktstraße 6, 20357 Hamburg

Kunst und Kirschen Texttauschbörse

Endlich wieder Sonne, Wärme und Berührungen, endlich wieder Live-Veranstaltungen. Auf dem Sommermarkt in Moorburg waren wir dabei mit:

Lebensfragen, Herzenstexten und tollen Büchern

Stirbt es sich leichter im Sommer? Was muss vorher unbedingt noch erlebt werden? Was denken Sie, wie der Tod sein wird? Wir stellen Ihnen letzte Fragen, damit Sie zum Ende Ihres Daseins nichts bereuen. Im Tausch gibt's Schön-formuliertes von Dichter*innen und Lebenskünstlern und unsere gesammelte Aufmerksamkeit. Kommen wir ins Gespräch über das, was Sie vermissen, heute, gestern, im letzten Jahr oder überhaupt.

Mit im Gepäck hatten wir unseren Bücherflohmarkt: Literatur, Karten und Sachbücher zu Trauer, Tod und Sterben, die wir in andere Hände geben wollen.

Außerdem erwartete Sie auf dem schönen Elbdeich ausgewähltes Kunsthandwerk, kulinarische Köstlichkeiten und Musik.

Die Veranstaltung im Überblick:
Kunst und Kirschen 2021
10. und 11. Juli 2021
Hof Manfred Brandt, Moorburger Elbdeich 263, 21079 Hamburg

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Death Café #23

Kurz vor den Sommerferien kommt es uns mal wieder so vor, als rase die Zeit. So richtig genießen können wir es nicht, manch anderer geht es ähnlich.

„Die Zeit ist eigentlich mein Feind. Die Zeit nimmt mir das Leben weg. Und wenn meine Zeit vorüber ist, dann bin ich eben weg.“

Aus diesem Grund mochte die hier zitierte Lyrikerin Friederike Mayröcker ihre Geburtstage auch nicht mehr feiern. Seit ihrem Tod am 4. Juni begleiten uns ihre Stimme, ihre Zeilen – und ihre Sprachwelt.

„Früher war die Zeit nicht mein Feind, aber je älter ich werde, umso feindlicher gestaltet sich die Zeit.“

Bei solchen Feinden hilft nur, mit allen Sinnen da zu sein, alle und alles zu herzen und nicht „immer wieder daran (zu) denken, dass die Zeit bald ausgeht.“

Wir wollen uns lieber mit Ihnen verbunden fühlen und sind neugierig auf Ihre Gedankenwelten. Wie erleben Sie momentan den Zeiten- und Ereignisfluss?

Dienstag, 29. Juni 2021, 19 bis 21 Uhr.
Online im Zoom-Konferenzraum

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Death Café #22
Wie bunt ist Trauer?

Vielleicht geht es Ihnen manchmal so wie einer von uns: Bei so viel Farben-Power im Garten stehe ich vor der Garderobe mit dem rot-bunten Frühlingsmantel. Endlich kann ich ihn wieder anziehen und jedem erzählen: Das ist mein Schwester-Memorial-Mantel, der zu mir kam, als Barkati im Sterben lag. Nie zuvor habe ich etwas so Auffälliges gekauft – aber sie wäre die Erste gewesen, die mir zugeraten hätte. Nun begleitet mich der Mantel schon zehn Jahre lang ... und ich fühle mich mit ihr verbunden, verbunden mit meiner Schwester, meiner Liebe, meiner Trauer und den Erinnerungen.

Es ist so, wie Nathalie Knapp in ihrem sehr empfehlenswerten Buch schreibt: „Die Trauer heilt auf eine paradoxe Weise: Indem sie physische Bindungen schmerzhaft zersetzt und in geistige verwandelt, stärkt sie das gerissene Lebensnetz und lässt das Verlorene zu einem lebendigen Teil unserer Gegenwart werden.“*

Donnerstag, 15. April 2021, 19.00 bis 21.00 Uhr
Online im Zoom-Konferenzraum

*Natalie Knapp: Der unendliche Augenblick. Hamburg 2015, S. 112

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Death Café #21
Willkommen im Gestern?

2021 dreht sich die Welt (noch) weiter, und die Corona-Pandemie bestimmt unseren Alltag, für viele in existenzieller Weise, das heißt, um die Existenz kämpfend oder belastet über alle Maßen, und hinzu kommt die Trauer um die Verstorbenen.

Somit stellt auch das neue Jahr die Anforderung an uns, in unwirtlichen Zeiten selbstfreundlich mit sich zu sein. Wozu auch die Erlaubnis zählt, pessimistische Sichtweisen und blöde Gedanken (mit)teilen zu dürfen oder gar die Geduld zu verlieren und sich aufzulehnen.

Hilfreich ist es: etwas zu tun, die Seelen-Energie zu teilen, den häuslichen Raum wenigstens virtuell zu verlassen, um nicht zu implodieren. Sich mithilfe der Selbstemphathie zu bewegen hin zum Ausdruck, Mitgefühl, Austausch. Dabei ebenso die „negativen“ Gedanken zu äußern. Es muss nicht immer alles leicht und optimistisch sein.

Es hilft, zu integrieren: die Pflege der Sinnlichkeit, Lust und Gesundheit, aber auch das Zulassen von Schmerz, Krankheit und Tod. Die Polarität des Lebens auszuhalten, die Zumutungen des Lebens zu akzeptieren. Kein Leben, kein Körper ist nur perfekt, nur schön und optimiert. Das Nur-Vollkommene als Ziel kostet zu viel Kraft, die wir besser dem Leben, dem Eigentlichen, den nächsten Stunden widmen können.

Von diesem (selbstfreundlichen) Gedanken ist es nur ein kleiner Schritt hin zur Erlaubnis: Ich muss nicht alles mit mir allein ausmachen, ich darf mich an den anderen wenden, ich darf Hilfe erbitten. Ich darf mich vernetzen.

Dienstag, 23. Februar 2021, 19.00 bis 21.00 Uhr
Online im Zoom-Konferenzraum am

Banner Death Café #20

Death Café #20

Oh je, was kommt da auf mich zu?

Zwar strahlt gerade ein bunter Herbst um die Ecke, dennoch liegt einer die dunkle Jahreszeit schwer auf dem Gemüt, samt ihrer vielen Erinnerungstage: Allerheiligen (vorbei), demnächst Totensonntag – Weihnachten soll ja jemand geboren worden sein … aber wer in Trauer ist, fühlt sich an solchen Feiertagen bedrückt. Und so fragen wir uns und Sie:

Sind Jahrestage und Erinnerungsrituale eigentlich wichtig? Im Erleben der erneut strengen Corona-Regeln denken wir auch an sich verstärkende Einsamkeitsgefühle und daran, wie es Ihnen allen wohl gelingt, sich zu begegnen und innerlich zu berühren, selbst wenn Sie sich nicht mal umarmen und sehen dürfen. Welche (Freundschafts-)Rituale tun Ihnen gut, welche fallen schwer oder müssen hinweg?

Donnerstag, 26. November 2020, 19.00 bis 21.00 Uhr
Online im Zoom-Konferenzraum

Banner Death Café #19

Im Rahmen der Hamburger Hospizwoche: Death Café #19

Die Liebsten im Sterben begleiten – kostbare oder traumatische Erfahrung?

Die letzte Lebensphase kann für beide Seiten eine große Herausforderung sein, in emotionaler, körperlicher, praktischer und philosophischer Hinsicht. Der Alltag wird auf den Kopf gestellt, eigene Grenzen verschieben sich und Sinn- und Weltgefüge werden nach dem Abschied neu geordnet. Und was erleben die Sterbenden? Können wir das wissen, ahnen, spüren oder bleibt uns nur das Wünschen? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht, lassen Sie uns darüber erzählen!

Dienstag, 13. Oktober 2020, 19.00 bis 21.00 Uhr
Online im Zoom-Konferenzraum

Banner Puzzelink 2020

Wenn Gevatter Tod dran glauben muss –
schwarzer Humor am Sterbebett und danach

Texte und Cartoons mit Witz und schwarzem Humor zur natürlichsten Sache der Welt: dem Tod und was danach kommt. Lauscht makabren Geschichten und modelliert euren eigenen Sarg und Totenschädel. Ohne Fleiß kein Lacher. Denn der hält grausige Dinge auf Abstand, schützt vor Nihilismus und stärkt das Immunsystem. Ergötzen wir uns am Unglück anderer – dieses Mal sind wir noch davongekommen.

Werkstatt-Lesung
im Rahmen von puzzelink_evidenz.23 [grotesk – makaber – paradox]
Montag, 17. August 2020, 19.00 bis 21.00 Uhr

Banner Death Café Hamburg #18

Death Café #18

Ist es eigentlich einfacher, das Leiden und den Kummer der anderen auszuhalten, wenn wir beieinandersitzen? Oder schwerer, weil wir körperliche Nähe erleben? Kann ich mehr verkraften aus der virtuellen Ferne?

Was haben Sie für Erfahrungen gemacht, Entbehrungen gefühlt, Nährendes hinzugewonnen? Oder was brennt Ihnen sonst auf der Seele?

Mittwoch, 24. Juni 2020, 19.30 bis ca. 21 Uhr
Online im Zoom-Konferenzraum

Banner Death Café Hamburg #17

Death Café #17

Das Netzwerk Trauerkultur setzt seine Tradition der Death Cafés auch in Corona-Zeiten fort und lädt nun zum zweiten Mal zum Online-Treffen ein.

In diesen Tagen beschäftigen uns Äußerungen dazu, dass es doch vielen Menschen in unserer Wohlstandsgesellschaft auch mit den gravierenden Einschränkungen noch relativ gut gehe und sie kaum Gründe hätten zu klagen. Der „Zeit“-Redakteur Oliver Hollenstein jedoch meint: „Auch der Privilegierte hat das Recht, einsam zu sein, jemanden zu vermissen oder eine Rückkehr zur Normalität zu ersehnen.“ („Elbvertiefung“, 20. April 2020). Wir können ihm nur zustimmen:

Erst wenn ich vorbehaltlos von mir erzählen kann, ernst genommen und verstanden werde, fühle ich mich getröstet, gestärkt – und motiviert, gemeinsam etwas zu verändern. Es wäre schön, wenn eine Gesellschaft das leisten könnte.

Wie geht es Ihnen in diesen Zeiten mit Solidarität, Ängsten und Unsicherheiten?

Dienstag, 26. Mai 2020, 19.30 bis ca. 21 Uhr
Online im Zoom-Konferenzraum

Banner Death Café Hamburg #16

Death Café #16
Leben ist mehr als Gesundbleiben: Erzählen Sie!

Fühlen Sie sich auch zurzeit traurig, hilflos, deprimiert? Sitzen Sie auch vor Ihrer Tasse Kaffee wie das Kaninchen vor der Schlange und sind verunsichert und ohne Plan? Haben Sie auch Zukunftsängste und fühlen sich von den neuen Aufgaben überfordert? Und denken: Vorbildliches Verhalten sieht anders aus? Das alles darf ich ja gar nicht zugeben in diesen Corona-Zeiten, weil es mir im Vergleich mit anderen ja gar nicht so schlecht geht.

Das aber ist das Schlimmste: davon nicht erzählen zu können. Von unserer Trauer nicht erzählen zu können.

Wir trauern, wenn wir etwas verlieren, das zu unserem Alltag, unserer Arbeit, unserem Feierabend gehört und das wir schmerzlich vermissen. Wir trauern, wenn wir die Beziehungen, Freundschaften, Liebschaften nicht mehr sinnlich, körperlich erfahren, wenn wir nicht mehr trösten können wie in der vertrauten Welt vor Corona.

Wir sind nicht krank. Wir haben keine Depression. Wir trauern. Es zu spüren und darüber reden zu können – das gehört zum Trauern dazu.

Donnerstag, 16. April 2020, 19.30 bis 20.30 Uhr
Online im Zoom-Konferenzraum

Banner Death Café Hamburg #15

Death Café #15
Jeder Tag ist ein guter Tag!?

Wer sagt das? Noch eine dieser Weisheiten zum Jahresanfang, die sich tarnt in einem Schwung guter Wünsche für 2020 – das hat Ihnen gerade noch gefehlt. Oder sind Sie nach erstem Nachdenken über ihren Sinn nun gar verärgert ob dieses schattenlosen Optimismus?

Weil dieser kleine Satz auch uns, dem Netzwerk Trauerkultur, ein wenig quer im Magen liegt, haben wir ihn in unserem ersten Death Café im Jahr 2020 mit unseren Gästen etwas genauer angeschaut.

Donnerstag, 6. Februar 2020, 19 bis 21 Uhr
Café Winklers
Winklers Platz 2, 22767 Hamburg

Banner Texttauschbörse

Nun schon zum 25. Mal hat das MARKK, Museum am Rothenbaum, zum Mexikanischen Totenfest, dem Día de los Muertos, eingeladen, dieses Jahr unter dem Motto: Durch meine Werke werde ich in Erinnerung bleiben.

Das Netzwerk Trauerkultur hat am Sonntag, dem 3. November, teilgenommen und eröffnete seine Texttauschbörse zum Thema:

Zum Sterben schön und todesmutig – wie der Tod in der Sprache zu Hause ist

Nicht nur an den Gedenktagen für unsere Verstorbenen wird vom Tod gesprochen. Er ist auch sonst in unserer Sprache allgegenwärtig, doch bedrohlich finden wir es nicht: Wir erschrecken uns zu Tode, können jemanden auf den Tod nicht leiden oder sind todesmutig …. und setzen doch unser Leben fröhlich fort.

Literat*innen und Philosoph*innen hingegen sind nachdenklicher. Sie haben in Gedichten und Texten über das Sterben und das Vergängliche nachgedacht und uns Zeilen geschenkt, die trösten und uns helfen, über den Tod zu sprechen und nachzudenken. Sind wir also mutiger und gar nicht so gedankenlos, wie wir normalhin glauben?

Das fragen wir Sie und möchten mit Ihnen Gedanken und Texte tauschen: Bringen Sie all Ihre Sprichwörter, Gedichte und Mutmacher mit – auch die unguten Sprüche –, und wir werden sie für alle sichtbar präsentieren. Im Austausch nehmen Sie sich aus unserem Schatz einen Text mit nach Hause, der Sie berührt (Bekanntes und Unbekanntes von Dichter*innen, Philosoph*innen und Künstler*innen). Und zwischendurch lassen Sie uns ins Gespräch kommen: über den Tod, der uns erst später die Feder aus der Hand nehmen wird.

Texttauschbörse im Museum am Rothenbaum MARKK
Zum Sterben schön und todesmutig – wie der Tod in der Sprache zu Hause ist

Veranstaltung des Netzwerks Trauerkultur –
im Rahmen des Mexikanischen Totenfests im MARKK

Sonntag, 3. November 2019, 11 bis 17 Uhr
MARKK – Museum am Rothenbaum
Rothenbaumchaussee 64, 20148 Hamburg

Banner Leichenschmaus

Leichenschmaus – Trostspender oder das Allerletzte?

„Allein der Name ist so gruselig, ja geradezu kannibalistisch, da gehen wir auf keinen Fall hin! Und zum Schluss wird gesoffen, getratscht – und der Tote ist vergessen! Wir trauern anders.“

Geht es Ihnen auch so? Oder haben Sie die Erfahrung gemacht, dass das Zusammensein bei Kaffee, Kuchen (und einem Schnaps) nach der Trauerfeier tatsächlich tröstet und wärmt: Essen ist Leben. Man weint und lacht. Erinnert sich an den Toten als Lebenden, ist in Gemeinschaft. Lernt andere Freunde und Familie kennen. Kann durchatmen, sich entspannen. Und nach vorn schauen.

Was denken Sie? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht mit dem „Tröster“, „Totenmahl“ oder „Beerdigungskaffee“, wie dieses Abschiedsritual auch genannt wird?

Wie bei einem Leichenschmaus im norddeutschen Raum üblich, erwarten Sie Butterkuchen und Schnittchen, Kaffee, Tee und Wasser und andere Gäste, mit denen Sie in kleinen Runden Erlebnisse austauschen, zuhören, Meinungen teilen – und anschließend im großen Plenum Ihre Erkenntnisse sammeln und diskutieren.

Veranstaltung im Rahmen der Hamburger Hospizwoche 2019

Donnerstag, 17. Oktober 2019, 19 bis 21 Uhr
Koppheister – Café und Bar
Königstraße 55, 22767 Hamburg

Diese Veranstaltung wurde aus Projektmitteln des Bezirksamtes Altona gefördert

Banner Death Café Hamburg #14

Death Café #14
„Immer noch auf demselben Friedhof“

Kennen Sie diesen Witz? Treffen sich zwei Männer auf der Straße. „Wie geht’s der Frau Gemahlin?“, fragt der eine leichthin. Im gleichen Moment fällt ihm ein, dass die ja schon längst tot ist. Er fragt nach: „Immer noch auf demselben Friedhof?“

Oder den: Drei Frauen auf dem Friedhof unterhalten sich. Die eine: „Alle sterben.“ Die andere: „Gott stirbt nicht.“ Die dritte: „Und warum hat er dann ein neues Testament gemacht?“

In Hospizen, bei Palliativdiensten und in Familien mit Sterbenden ist der Humor ein häufiger Gast, denn er ist heilsam, hilft durchzuatmen und schafft ein wenig Abstand zum Geschehen, das so schwer zu (er-)tragen ist. Humor ist aber noch so viel mehr:
„Er unterstützt das Immunsystem. Er reduziert Stress, erleichtert den Schlaf, er ist verjüngend. Er hat keine unliebsamen Nebeneffekte und ist kein Medikament. Humor ist natürlich, ökologisch, natursüß, enthält keine Pestizide, keine Haltbarkeitsstoffe, keine anderen Zusatzstoffe und ist 100 % naturrein. Humor hat keine Teile, die repariert werden müssen, (…) und vor allem: ist voll rückgabefähig.“ (Monika Müller: Dem Sterben leben geben. Gütersloh 2004, S. 145, auch den ersten Witz fanden wir hier.)

Montag, 2. September 2019, 19 bis 21 Uhr
Vistro – Café, Pizzeria, Bar
Bramfelder Chaussee 265, 22177 Hamburg

Banner Death Café Hamburg #13

Death Café #13
Endless summer – oder der Löffel meiner Urahnen

Nichts empfinden wir unnötiger als den Tod und das Sterbenmüssen, oder? Seit wir denken, träumen wir von Jungbrunnen, ewiger Schönheit wie Dorian Gray und unendlichem Genuss. Wir haben uns entwickelt, geforscht, Kunst gemacht und vererbt. Im Angesicht des Todes.

Wie sähe die Welt aus, wenn alles bleibt, wie es ist? Wie viele Milliarden Menschen wären enge Nachbarn? Vielleicht aber gäbe es auch keinen Müll. Sven Stillich hat es angedacht in seinem lesenswerten Buch „Was von uns übrig bleibt“:

„Wir würden das Konzept Müll gar nicht kennen. Weil nie etwas weggeworfen worden wäre. Weil jeder wie im Mittelalter seinen Löffel an die Kinder weitergibt, statt über die Zeit Einmallöffel zu verwenden, die Hunderte Jahre älter werden als er.“ (S. 274)

Die Asche macht alle gleich, formulierte Seneca. Und ohne Asche? Die Gleichheit bliebe, doch mit dem fehlenden Ende für alle und alles würden auch die Anfänge ausbleiben: kein Frühling, keine Geburt, kein neuer Tag, keine neue Liebe, Literatur, Reise und Freundin. Vision oder Horror?

Donnerstag, 13. Juni 2019, 19 bis 21 Uhr
Das Kaffeehaus
Woermannsweg 20, 22335 Hamburg

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Death Café #12
Die Gürtelschnalle meines Vaters –
durch Dinge verbunden, durch den Tod beschenkt?

„Vor allem eine Sache wollte er finden, die Gürtelschnalle seines Vaters, die dieser ihm vor seinem Tod geschenkt hatte und die er immer zu besonderen Gelegenheiten trug. ,Mein Dad hat sie selbst gemacht, aus rostfreiem Stahl, als er ein junger Mann war. Sie bedeutet mir viel‘“, erzählt ein Überlebender der Brände in Santa Rosa, Kalifornien, in einem „Spiegel“-Artikel vom 25. August 2018.

Was verbindet Sie mit Ihren Liebsten, die gestorben sind? Der Blümchenteller von Oma, der Füller des Vaters, der duftende Schal der Freundin. Wir Menschen sind materielle Wesen, wir brauchen die Gegenstände als Hort der Erinnerung, als Spiegel unserer Gefühlswelt. Sie helfen uns zu überleben, uns neu zu verorten. Je länger wir erinnern, desto mehr fühlen wir uns beschenkt – vom bisherigen Leben, vom Verstorbenen, vom Schicksal. Wie geht es Ihnen?

Donnerstag, 4. April 2019, 19 bis 21 Uhr
Galeríeka – Das Kunst-Café in Eppendorf
Ludolfstraße 60, 20249 Hamburg

Banner Death Café Hamburg #11

Death Café #11
Happy new year – ein Wunsch oder eine Zumutung?

Trauernde könnte diese Botschaft verstören – und den Sprechenden im Hals stecken bleiben. Was ist ihnen da nur wieder rausgerutscht? Sie wollten nur nett sein, aber was sagt man stattdessen bei der ersten Begegnung im neuen Jahr?

Rituelle Botschaften sind der Kitt der Kommunikation, durch sie fühlen wir uns einer Gemeinschaft zugehörig und persönlich angesprochen, obwohl unsere individuelle Situation selten mitgedacht wird. Und so passiert es, dass wir einem Menschen im Rollstuhl „Hals- und Beinbruch!“ wünschen – und einem Trauernden „happy new year!“. Erst an der Reaktion unseres Gegenübers merken wir, wie ungeschickt das war. Wir wollten das Gegenteil – und doch passiert es uns immer wieder.

Wie sind Ihre Erfahrungen zu diesen alltäglichen Stolperfallen? Gibt es eine Haltung, die uns hilft, statt Floskeln Verständnis und Mitgefühl zu zeigen?

Mittwoch, 6. Februar 2019, 19 bis 21 Uhr
cantina fux und ganz
Bodenstedtstraße 16, 22765 Hamburg (ehemalige Viktoriakaserne)

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Death Café #10
Angst vor dem Tod?

Auf gar keinen Fall, sagen sich die Mexikaner: In ihrem Volksglauben kehren zu Allerseelen die Seelen der Verstorbenen für einige Tage zu ihren Familien zurück.

Die Mexikaner haben ein besonderes Verhältnis zum Tod. Anstatt mit Angst begegnet man dem Tod mit Humor und Ironie. Skelettfiguren und die symbolisch für den Totenfest stehende La Catrina stimmen auf den Día de los Muertos ein – ein buntes und sinnliches Fest, an dem die Familie und die Seelen der verstorbenen Angehörigen zusammenkommen. Bereits Mitte Oktober beginnen die Vorbereitungen zum Tag der Toten. Zentrales Thema in dieser Zeit: die Erinnerung an die Verstorbenen, ihre Eigenschaften und Vorlieben. Lieblingsspeisen und traditionelles Totenbrot werden zubereitet, Fotos herausgesucht und Erinnerungen ausgetauscht. Schmerz und Trauer werden mit anderen geteilt und gemeinsam durchlebt. Dabei helfen Traditionen und Rituale, die dem Día de los Muertos den feierlichen Rahmen geben. In den Wohnungen und auf den Straßen werden ofrendas errichtet – mit Blumen, Speisen und Erinnerungsstücken geschmückte Altäre, die den Mittelpunkt der Feiern bilden. Gelbe Blumen, knallige Farben und die Gerüche ihrer Lieblingsspeisen weisen den Verstorbenen den Weg zu den Lebenden, sodass die Toten nochmals irdische Freuden erleben können.

In Hamburg lädt das Museum am Rothenbaum MARKK zum Mexikanischen Totenfest ein. Wir freuen uns, mit unserem 10. Death Café dort zu Gast zu sein: Sonntag, 4. November 2018 von 10 bis 12 Uhr im Thomas-Müller-Saal des MARKK, Rothenbaumchaussee 64, 20148 Hamburg. Bei Kaffee, Tee, Croissants und süßem Totenbrot möchten wir uns mit Ihnen austauschen, wie Sie es mit der Angst vor dem Tod halten und wie Sie Ihren Verstorbenen gedenken.

Sonntag, 4. November 2018, von 10 bis 12 Uhr
Thomas-Müller-Saal im Museum am Rothenbaum MARKK, Rothenbaumchaussee 64, 20148 Hamburg

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Hamburger Hospizwoche 2018
Recht auf Trauer – mittellos sterben

Das Thema „Einsam und mittellos sterben“ beschäftigt das Netzwerk Trauerkultur schon eine ganze Weile. Und das nicht ohne Grund: Durch die voranschreitende Vereinsamung in unserer Gesellschaft, die auch durch Altersarmut, prekäre Beschäftigung oder Wohnungslosigkeit genährt wird, sind heutzutage immer mehr Menschen davon betroffen.

Wer im Leben isoliert und benachteiligt war, ist das auch nach seinem Tod? Werden An- und Zugehörige über ordnungsbehördliche Beerdigungen informiert oder erfahren sie erstmal nichts vom Tod eines Verwandten? Gibt es Unterschiede auf kommunaler oder Landesebene? Wir wollen den Diskurs in der Öffentlichkeit weiterbewegen und laden zu einer Lesung mit anschließendem Podiumsgespräch ein. Inspiriert dazu hat uns die Autor*in und Kulturanthropolog*in Francis Seeck mit dem Buch „Recht auf Trauer – Bestattungen aus machtkritischer Perspektive“, in dem es um den Zusammenhang zwischen Machtverhältnissen, Ausgrenzungen und Beerdigungspraktiken geht. Ausschlaggebend dafür war die persönliche Erfahrung mit der ordnungsbehördlichen Bestattung des Vaters in Berlin.

Auf dem Podium diskutieren Francis Seeck, Stephan Karrenbauer (Hinz&Kunzt) und Annegret Rumöller (memento mori Bestatterinnen) mit allen, die sich am Gespräch beteiligen wollen. Der Sozialarbeiter des Hamburger Straßenmagazins ist schon seit vielen Jahren involviert und hat beispielsweise den Gedenkbaum für verstorbene Hinz&Künztler*innen auf dem Öjendorfer Friedhof initiiert. Die Bestatterin Annegret Rumöller, die uns in ihre Räume am Osterbekkanal einlädt, macht keinen Unterschied in Sachen Sorgfalt und Zeitintensität während ihrer Begleitung – trotz der kleinen Vergütung für Bestattungen von Amts wegen. Sie sieht es als Dienst am Menschen. Ganz in diesem Sinne möchten wir den Dialog aufnehmen und sagen: „Rest in protest“!

Eine Ausstellung bietet Interessierten weitere Infos zum Thema.

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 19 bis 22 Uhr
Ausklang – Begegnung am Fleet,
Hans-Henny-Jahnn-Weg 67a (Hinterhof), 22085 Hamburg

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Death Café Hamburg #9
Hinterm Horizont geht’s weiter – Ideen vom Jenseits

Was erwartet uns nach dem Bezahlen des Fährmanns und dem Übersetzen auf die andere Seite? Etwas Individuelles? Wird es da schön sein? Alle Religionen möchten uns die Angst nehmen vor dem Sterben, dem Danach und vor dem Nicht-Wissen. Vor der Ungewissheit, wie es einem als Toter geht und was uns danach blüht. Wir wissen nur: Der Geist trennt sich vom Körper, geht seinen eigenen Weg und pfeift sich eins – wie ein Kollege es formulierte.

Wir sind gespannt auf Ihre Visionen, Tröstungen und Gedankenbilder und freuen uns darüber hinaus genauso auf Ihre Erzählungen aus dem Diesseits.

Donnerstag, 13. September 2018, 19 bis 21 Uhr
Café Koppheister, Königstraße 55, 22765 Hamburg

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Death Café Hamburg #8
Rest in peace – sorgenvoll vorsorgen oder sorglos glücklich?

Des Menschen (letzter) Wille ist sein Himmelreich? Aber was soll ich machen, wenn ich den letzten Willen meiner schwerkranken Oma nicht kenne und sie über den eigenen Tod nie sprechen wollte? Ich erinnere mich, dass sie ihre Beerdigung schon bezahlt hat, sie will uns nicht zur Last fallen. Mein Vater wedelt ständig mit seiner Patientenverfügung. Und meine Cousine hat ein seitenlanges Testament verfasst, samt minutiösem Ablauf der eigenen Trauerfeier. Eine Sorge weniger, meint sie. Aber mit mir darüber geredet hat keiner.

Wir möchten mit Ihnen darüber reden, bei unserem 8. Death Café am 14. Juni 2018, von 19 bis 21 Uhr, dieses Mal zu Gast bei Elisa – Konditorei und Café Hamburg-Eilbek.

Müssen wir uns absichern, alles regeln, bis ins Kleinste Vorsorge betreiben? Oder finden Sie das Gerede über letzte Dinge das Letzte? Dürfen wir unbekümmert die Tage genießen? Mit der Konsequenz, auf dem Sterbebett noch Finanzen regeln zu müssen – oder gar der Familie alle Entscheidungen zu überlassen (à la: nach mir die Sintflut). Das Thema „Sorgen und Vorsorgen“ ist breit gefächert und lädt ein, von eigenen Erlebnissen und Philosophien zu reden, sie miteinander zu teilen. Wir freuen uns darauf.

Donnerstag, 26. April 2018, 18 bis 20 Uhr
Elisa – Konditorei und Café, Conventstraße 21+23, 22089 Hamburg-Eilbek

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Death Café Hamburg #7
Goodies für die Reise – mehr Taschen für das letzte Hemd?

Was halten Sie von dem Sprichwort: „Das letzte Hemd hat keine Taschen“? Nehmen wir es wörtlich, dann hätten wir gar keinen Platz für die Lieblingstasse, das Kuschelkissen, die Rumflasche, den Füller, durch die wir die Verstorbenen auf ihrer letzten Reise gut versorgt wissen. Die tote Schwester möchte schließlich auch im Jenseits ein Gast sein, der zum Essen und Tanzen eingeladen wird und sich deshalb freut, mit Pömps und Schokolade für ihr Ahnensein ausgestattet zu werden. Und all die Talismänner, Handys, Ketten und Abschiedsbriefe – es ist doch beruhigend, auch im Grab ein wenig Ordnung halten zu können. Braucht man nicht dafür die vielen Hemdtaschen – oder doch lieber einen Reiserucksack?

Zum Thema „Grabbeigaben“ laden wir Sie herzlich zu unserem 7. Death Café ein, am 26. April 2018 von 18 bis 20 Uhr zu Gast im Herzstück in der Pestalozzistraße 20 in Hamburg-Barmbek. Und wie es der Name dieses gemütlichen Cafés schon sagt: Hier können Sie wie immer in dieser Runde Themen, die Ihnen am Herzen liegen bewegen und alles Erlebte miteinander teilen. Denn:

Donnerstag, 26. April 2018, 18 bis 20 Uhr
Café Herzstück, Pestalozzistraße 20, 22305 Hamburg

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Wir sind dabei: Besonders Markt am 8. April 2018

Die Mitglieder des Netzwerks Trauerkultur, ina hattebier – andere Urnen und die Edition ANFANG ENDE, freuen sich, wieder als Aussteller beim Hamburger BESONDERS Markt dabei sein zu dürfen.

Im Museum der Arbeit zeigen sie eine Produktauswahl aus ihren Manufakturen: besondere Urnen und Trauerkarten, Erinnerungsbüchlein und Kondolenzmappen.

BESONDERE URNEN
Zuneigung und Wertschätzung
Liebevolles An- und Gedenken mit besonderen Urnen zu ermöglichen, ist das Ziel der Künstlerin ina hattebier – andere Urnen. Mit hochwertigen Papieren aus Nepal und Italien oder eigenen handgeschöpften Bögen, einer besonderen Kaschier-Technik und viel einfühlsamen Einfallsreichtum schafft sie unvergessliche Einzelstücke als letzte Hülle für einen geliebten Menschen. Mehr Informationen unter: www.andere-urnen.de

BESONDERE PAPETERIE
Design für eine moderne Trauerkultur
Dass Familienangehörige, Freunde und Weggefährten geliebte Menschen individuell verabschieden, ihre Anteilnahme so persönlich wie möglich ausdrücken und Erinnerungen auf besondere Weise bewahren können, ist den Gründern der Edition ANFANG ENDE, Carsten Seidel und Melanie Torney, eine Herzensangelegenheit. Auf dem BESONDERS Markt zeigt die Hamburger Manufaktur eine Auswahl ihrer feinen Papeterie: besondere Trauerkarten, Erinnerungsbüchlein und Kondolenzmappen, die Angehörige nach eigenen Wünschen gestalten können. 10-er Kartensets und Einzelstücke der Edition können hier direkt erworben werden. Mehr Informationen unter: www.anfang-ende.de.

BESONDERS 2018
Wann: Sonntag, 8. April 2018, 10–18 Uhr
Wo: Museum der Arbeit Hamburg, Wiesendamm 3, 22305 Hamburg

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Death Café Hamburg #6
Fade away – verschwinden: Sehnsucht oder Urangst?

„She’s leaving home“ heißt es in einem Beatles-Song von einem Mädchen, das sich aufmacht, ihr Elternhaus zu verlassen, um ein neues Leben zu beginnen. Älter werden heißt lernen, Abschied zu nehmen und neue Ziele zu finden. Verlust und Neubeginn – ist das eine nicht überhaupt die Bedingung dafür, dass Neues entsteht?

Sollen wir Abschied nehmen, oder können wir sang- und klanglos verschwinden? Wie groß ist die Sehnsucht, nicht nur im Leben, sondern auch nach dem Tod wiedergefunden und erinnert zu werden? Dafür legen die einen minutiös ihre Abschiedsfeier fest, doch die anderen leben weiterhin in den Tag hinein ohne Plan und Inszenierung. Was müssen wir hinterlassen, um mit gutem Gewissen verschwinden zu können? Sollen wir uns überhaupt darum kümmern?

Auch der Name unserer Gastgeber spielt mit diesem Thema: Wenn Personen koppheister gehen, dann fallen sie „kopfüber“ aus dem Leben; sind plötzlich weg, werden in ein Unglück gestürzt oder sterben. Sie verschwinden und werden vergessen – eine tief sitzende Urangst – oder manchmal eine Sehnsucht? Was meinen Sie?

Donnerstag, 1. Februar 2018, 19 bis 21 Uhr
Café Koppheister, Königstraße 55, 22765 Hamburg

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Death Café Hamburg #5 im Rahmen der Hamburger Hospizwoche
Favourite places to die – wo möchten wir Abschied nehmen?

Ein Death Café lädt Neugierige und Interessierte ein, sich über Sterben, Tod und Trauer auszutauschen und nachzudenken. Sich dafür Zeit und Raum zu nehmen, sich in respektvoller und achtsamer Weise zuzuhören – und so manches Mal auch gemeinsam zu lachen. In angenehmer Atmosphäre, mit Kuchen, Tee und Kaffee, möchten wir Sie dieses Mal fragen: Welches sind gute Orte, an denen Sie sich verabschieden möchten und/oder selbst sterben möchten? Alle Ihre Erfahrungen, Erzählungen und Abschweifungen sind willkommen und wertvoll. Wir freuen uns auf die Gespräche und denken: Über den Tod zu sprechen ist auch eine gute Art, zusammen zu sein. Mit unserem fünften Death Café sind wir zu Gast im neuen ZEIT CAFE / Torrefaktum im Helmut-Schmidt-Haus.

Donnerstag, 19. Oktober 2017, 15.30–17.30 Uhr
ZEIT CAFE / Torrefaktum, Speersort 1, 20095 Hamburg

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Death Café Hamburg #4
Earth, Wind or Fire – braucht Gedenken einen festen Ort?

Mit dem vierten Death Café des Netzwerks Trauerkultur, möchten die Veranstalter/innen Neugierige und Interessierte dazu einladen, miteinander ins Gespräch zu kommen. Im Ausklang – Begegnung am Fleet bieten sie Gelegenheit, sich über den Tod und alles Menschliche auszutauschen. In den schönen Räumen am Osterbekkanal in Winterhude geht es darum, es gemeinsam gut zu haben und zu erzählen, zuzuhören, zu lachen und nachzudenken – in respektvoller, offener und geschützter Atmosphäre.

Donnerstag, 14. September, 19–21 Uhr
Ausklang – Begegnung am Fleet, Hans-Henny-Jahnn-Weg 67a (Hinterhof), 22085 Hamburg

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puzzlink_evidenz #20
Friedhof der Ideen – ein Trauerspiel

Beerdigungen sind eine ernste Sache, aber kann man auch Demokratie, Meinungsfreiheit, Kunst, Unabhängigkeit oder gar die eigenen Ideen zu Grabe tragen? Die einen sagen so, die anderen so. Sind dann alle eingeladen oder nur gleichgläubige Leichtgläubige? Einfallswinkel = Ausfallswinkel, spielt der Blickwinkel auf die Dinge eine Rolle? Wer kennt sich noch aus im Dschungel aus echten, richtigen, falschen, gespielten und gefakten Bestattungen? Täuschend echt oder echte Täuschung? Begeben wir uns auf einen Rundgang über den Friedhof der Ideen, um bei Bedarf den Verstand zu beerdigen.

Donnerstag, 3. August, ab 20 Uhr
Galerie m6, Marktstr. 6, 20357 Hamburg

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Death Café Hamburg #3
Time to die – welche Rolle spielt Zeit beim Abschied?

„Eines Tages wachst du auf und bist nicht mehr am Leben.“ Zum Sterben wünschen sich die wenigsten Menschen ausreichend Zeit. Laut Umfragen möchten über 80 Prozent der Menschen in Deutschland schnell und plötzlich vom Tod überrascht werden. Aber ist das wirklich so erstrebenswert? In ihrem dritten Death Café am Donnerstag, den 11. Mai 2017, geben die Veranstaltenden vom Netzwerk Trauerkultur von 19 bis 21 Uhr der Frage Raum, welche Rolle Zeit beim Abschied spielt. Dazu laden sie Interessierte ins Café Sein im Haus 3 ein.

Time to say goodbye?
Zeit ist auch am Ende des Lebens von Bedeutung. Manchmal brauchen Sterbende viele Tage, um sich auf den Weg zu machen, Familie und Freunde wünschen sich in der Regel Zeit für ihren Abschied. Nach dem Tod bleibt Zeit für die Hinterbliebenen ebenfalls ein Thema: Wie lange darf ich trauern? Wie schnell muss ich mit dem Leben weitermachen? Manchmal trauern Menschen mehrere Jahre, um für die geliebten Verstorbenen einen neuen Platz im Herzen zu finden. Hier dem eigenen Zeitgefühl Raum zu geben und auf das eigene Tempo zu vertrauen, erleben viele Trauernde als Herausforderung.

Donnerstag, 11. Mai 2017, 19–21 Uhr
Café Sein. Haus 3, Hospitalstraße 107, 22767 Hamburg

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Death Café Hamburg #2
Streuselkuchen und andere Tröster – mit welchen Ritualen können wir gut Abschied nehmen?

Den Sterbenden segnen, den Verstorbenen aufbahren und ihm die Totenwache halten, zum Leichenschmaus bitten (der in einigen Regionen Deutschlands »Tröster« heißt), ein Trauerjahr einhalten, Schwarz tragen – für den Abschied und die Zeit danach gibt es viele Rituale. Manche von ihnen kennen wir heute gar nicht mehr, einige erleben wir vielleicht als unpassend, fremd, nicht mehr zeitgemäß, andere als tröstlich, stärkend und stimmig. Manche von uns entwickeln auch ganz eigene Rituale. Hierüber oder über Ihre weiteren Erfahrungen und Ideen möchten wir uns unterhalten.

Donnerstag, 16. März 2017, 19–21 Uhr
Café Winklers Platz, Winklers Platz 2, 22767 Hamburg

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Death Café Hamburg #1

„Die Frage nach dem guten Abschluss gilt auch für den größten aller Abschiede – dem Tod. In unserem Death Café im Rahmen der Hamburger Hospizwoche 2016 greifen wir dieses Thema auf: „Was gehört für Sie zu einem guten Abschied?“ lautet der Titel unserer ersten Veranstaltung dieser Art.

Donnerstag, 13. Oktober 2016, 17–19 Uhr
Hamburg Leuchtfeuer Lotsenhaus, Museumstraße 31, 22765 Hamburg

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WANDLUNGEN – Was uns mit Papier verbindet

Unter dem Motto „Wandlungen“ laden wir Neugierige und Interessierte am Samstag, den 28. Mai 2016 zu einem Tag rund um das Thema Papier, Abschied und Erinnern ein. In vielen Kulturen wird Papier zum Botschafter zwischen den Lebenden und den Toten. Beim chinesischen Totenfest Qingming etwa verbrennen Angehörige aus Papier nachgebaute Alltagsdinge von der Peking Ente über Opas Rollstuhl bis hin zum geliebten Oldtimer des Verstorbenen. In Papier- und Schreibworkshops, mit einer kleinen Ausstellung asiatischer Artefakte von nützlichen Dingen fürs Jenseits sowie schöner Objekte aus Papier für Abschied und Erinnerung wollen wir gemeinsam erforschen, welche Wandlungen das Material Papier ermöglicht.

Papierworkshops, Schreibworkshops, Ausstellung, Führungen durch das Haus, Musik
Samstag, 28. Mai 2016, 12 bis 18 Uhr
Ausklang – Begegnung am Fleet, Hans-Henny-Jahn-Weg 67a (Hinterhof), 22085 Hamburg